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Posted by Michael Haidorf - 03/04/2012 23:14
Posted by Marco Grontzki - 15/03/2012 15:05
Posted by Otto Lampert - 20/12/2011 15:26
Livestreamstatus

AVRS 2011 – 9. Rennen – Nürburgring – 13.12.2011

Zandvoort hatte die Entscheidung gebracht – Fritzmeier steht mit seinen Fahrern Sascha „Dominator“ Glatter und Sören Schuster als Meisterteam der AutoForm Virtual Racing Series (AVRS) 2011 fest. Doch der Finallauf stand noch aus und welche Strecke könnte die Saison besser ausklingen lassen als die Traditionsstrecke auf dem Nürburgring. Schon 2010 gastierte die AVRS an dieser Stätte, damals nahm man allerdings die altehrwürdige Mutter, die Nordschleife unter die Räder. Für 2011 entschied man sich für die 154 Kurven weniger umfassende Grand-Prix-Strecke, die es statt auf 25,4 lediglich auf 5,1 km Länge bringt. Dafür bekommen die Zuschauer die Fahrzeuge öfter zu sehen und schließlich hat auch der Grand-Prix-Kurs – den es seit 2002 in dieser Konfiguration zu befahren gilt - seinen Reiz. Die zu bewältigenden Höhenunterschiede sowie der Wechsel zwischen schnellen, flüssigen Kurvenkombination und langsamen Ecken macht die Strecke für manche Fahrer tatsächlich zur kleinen Tochter der Mutter aller Rennstrecken.

Hier nun fand am 13. Dezember das Finale der AVRS 2011 statt und gewissermaßen stand die Frage im Raum, ob Glatter, nachdem er den Titel für Fritzmeier nun sattelfest gemacht hatte, einem anderen Fahrer noch einmal die Freude eines Sieges überlassen oder ob er selbst seiner Krone noch den letzten Glanz verpassen würde. Viel wichtiger jedoch war eigentlich die Frage, welches Team sich den Vizetitel sichern würde – mit Trinklein Werkzeugbau GmbH und Labermeyer & Hamberger gab es noch zwei heiße Teams. Und auch im Mittelfeld ist es durchaus eng, die Positionen 6 und 8 der Teamwertung sind noch nicht in Stein gemeißelt.

Training

Normalerweise ist die Eifel ja bekannt für ihre Wetterkapriolen, zudem hatte die Saison schon so manche klimatische Überraschung bereitet und so hatte man bereits im Vorfeld alle möglichen Wetterszenarien auf dem Schirm. Und so kam es auch im Training erst einmal eher untypische für diese Jahreszeit: beinahe 30°C Luft- und 37°C Streckentemperatur. Team Labermeyer & Hamberger meldete deutlich seinen Anspruch auf den Vizetitel an, Mirko Wenzel und Matthias Enke belegten bis kurz vor Ende der Trainingssession die ersten beiden Positionen, lediglich ein überraschend schneller Tobias Soltau (C-Con) konnte sich zwischen die beiden schieben.

Qualifikation

Die letzte Qualifikation der Saison ging bei weiterhin konstanten Wetterbedingungen über die Bühne. Die erste Zeit setzte Tobias Soltau mit einer 1.53.479. Die vorläufige Spitzenposition währte aber nur kurz, denn gleich darauf wurde sie um drei Tausendstel von Michael Cäsar (Trinklein Werkzeugbau GmbH) unterboten. Doch auch diese Zeit sollte nicht lange für P1 reichen. Jörg Spindler (GIW) legte eine gute Runde hin und setzte sich vor ihn. Nun schaute alles auf die Piloten von Labermeyer & Hamberger. Wenzel setzt sich schließlich auf P2, Enke kommt über einen 8. Platz nicht hinaus. Den letzten Schuss allerdings hatte sich Glatter geschnappt – und in altbewährter Manier holt er sich schließlich die Pole Position mit einer knappen Sekunde Vorsprung auf Spindler – Wenzel und Enke rutschen damit noch einmal jeweils einen Platz weiter nach hinten.

 

Verglichen mit der alten, zwischen 1925 und 1927 erbauten Nordschleife mit mehr als 70 Kurven und über 20Km Länge, scheint die Nürburgring Grand Prix Strecke beinahe wie ein Short Track, vergleicht man die reinen Daten auf dem Papier.

In dem Moment wo man aus der Boxengasse auf die Strecke fährt, wird man eines Besseren belehrt. Nicht jeder Fahrer mag sie, aber ein Erlebnis ist die Rennstrecke Nürburgring auf jeden Fall! Und das nicht nur, weil es Bergab- und Bergaufpassagen gibt und sich manche "Mut-Ecke" bietet.

Schon am Ende der Boxengasse schaut man bergab in die scheinbar viel zu enge "Castrol-Schikane" - versierte Fahrer kennen verschiedene Linien für dieses Nadelöhr und der Einsteiger wundert sich vielleicht, wie viel Platz hier tatsächlich ist. Weiter geht's in die "Mercedes-Arena", die zwei Links- und zwei Rechtskurven für uns bereit hält. Hier stehen auch gern die Fotografen und halten mit dem Auslöser bei den schnellen Schräglagenwechseln der Fahrer für einen Wimpernschlag die Zeit an.

Nach einer kurzen Geraden geht es durch ein flottes Linkseck in Richtung "Ford-Kurve". Diese Rechtskurve bremst man von Links außen an, anschließend geht's ordentlich bergab in Richtung "Dunlop-Kehre", wo feine Ausbremsmanöver möglich sind. Von Links außen fährt man in den leicht überhöhten 180°-Bogen und beschleunigt über die "Müllenbachschleife" bergauf in Richtung "Audi-S". Anschließend geht es wieder ein Stück geradeaus. Die folgende Linkskurve kann flott gefahren werden, danach wird mit dem nächsten Rechtsknick die "Bit-Kurve" angebremst. Für den Könner geht es volle Brause den "Rheinland-Pfalz-Bogen" hinab, der wegen seiner unmittelbaren Nachbarschaft zum alten Streckenteil auch "Hatzenbach" genannt wird.

Von Rechts außen wird die "NGK-Schikane" angebremst. Bei Motorradrennen immer eine Schlüsselstelle! Jetzt nur noch durch die "Coca-Cola-Kurve" Rechts herum auf die Start/Zielgerade und eine Runde auf der Nürburgring Grand Prix Strecke ist geschafft!

Auch wenn Fritzmeier mit den Fahrern S. Glatter und S. Schuster die Meisterschaft bereits für sich entscheiden konnte, wird auch das Saisonfinale auf dem Nürburgring nicht langweilig werden. Es gilt die letzten beiden Plätze auf dem Podium zu vergeben. Hier trennen die Fahrer vom Vorjahresmeister Trinklein Werkzeugbau GmbH und die Männer von Labermeyer & Hamberger gerade einmal 3 Punkte. Labermeyer & Hamberger scheint der Ehrgeiz gepackt zu haben. Mit konstanten Leistungen konnten sie sich langsam aber stetig nach vorne arbeiten und gefährden nun den von Trinklein wohl schon sicher geglaubten 2. Platz in der AVRS 2011.

Das Meisterteam von GIW muss sich in diesem Jahr wohl mit P4 zufrieden geben. Ihnen könnte nur ein Ausfall eines anderen Fahrers noch helfen, am Ende auf dem Podium zu stehen. KBW rundet die Top5 ab. Auch hier ist nach vorne nichts mehr zu holen. Doch ganz sicher ist P5 noch nicht, denn C-Con ist KBW mit einem Rückstand von 20 Punkten auf den Versen und wird sicher alles geben um die minimale Chance auf P5 zu ergreifen. Nur einen Punkt hinter C-Con liegt Waitkus, die ebenfalls noch rechnerische Chancen auf P5 haben. Weitere 40 Punkte dahinter finden sich Siebenwurst Werkzeugbau und die FMF GmbH. Beide trennen ebenfalls nur 2 Punkte. Auch hier wird bis zur letzten Runde um den letzten Platz der Top8 gekämpft werden.

Am Feld ende zeigt sich Allgaier auf einer nahezu sichern 10. Position. EBZ und AutoForm werden wohl noch einen Kampf um die rote Laterne ausfechten. Hier ist allerdings EBZ mit 12 Punkten vorne. Doch wenn AutoForm beide Fahrer an den Start bringt, dann wird die Luft für EBZ nochmal dünn.

Auch das Saisonfinale wird in diesem Jahr auf MultiBC Stream IV übertragen. Beginn der Liveübertragung ist wie gewohnt um 20.20Uhr. Ab diesem Zeitpunkt wird Heiko Stritzke die Zuschauer durch ein sicherlich spannendes Saisonfinale begleiten. Für diejenigen, die sich mit anderen Zuschauern unterhalten wollen, steht ein Chat zur Verfügung.

 

AVRS 2011 - 8. Rennen – Zandvoort – 29.11.2011

Das Motorsportjahr 2011 neigt sich dem Ende zu und auch die AutoForm Virtual Racing Series (AVRS) ist in der Schlussphase angekommen. Mit dem Rennen in Zandvoort stand der vorletzte Lauf der 2011er Saison an und alle Zeichen standen in diesem Jahr auf eine vorzeitige Titelentscheidung. Die Fans der Serie ließen sich davon jedoch nicht irritieren, hat doch auch die diesjährige Formel 1-Saison gezeigt, dass eine vorzeitige Entscheidung nicht automatisch langweilige Rennen nach sich zieht. Und so begaben sich am Dienstag, den 29.11.2011 sowohl Fahrer als auch Fans nach Holland an die Strecke von Zandvoort.

Der direkt an der Nordsee gelegene Circuit Park hat eine lange Rennsportgeschichte. Bereits 1948 wurde die Strecke entworfen und in die Dünenlandschaft gebaut. Insgesamt 30 mal trug die Formel 1 hier den Großen Preis der Niederlande aus, die anfangs relativ schlechten Sicherheitsstandards forderten allerdings auch einige Rennfahrerleben. Mehrfache notwendige Umbauarbeiten führten zur gegenwärtigen Streckenführung mit 4,26 km, die so seit 1998 besteht. Die Formel 1 fährt schon lange nicht mehr in Zandvoort, seit 2001 aber gehört die Strecke ununterbrochen zum DTM-Kalender. Die Dünenlandschaft prägt das einmalige Bild der Strecke und macht das Rennen zu einer Achterbahnfahrt, da es stetig über Hügel, tückische Kuppen und Bodenwellen geht. Somit ist die Strecke durchaus anspruchsvoll, besonders der Abschnitt zwischen Tarzanbocht (Kurve 1) und Sheivlak (Kurve 6) hat es ziemlich in sich.

Es stand ein spannendes Rennen zu erwarten. Fraglich natürlich, ob Sascha Glatter erneut so dominant auftreten und den Sack endgültig zu machen kann oder ob es doch einem anderen Fahrer gelingt, sich auf dieser sandigen Strecke glanzvoll in Szene zu setzen. Die Situation an der Tabellenspitze war bereits vor dem Rennen ziemlich klar, aber schon ab Platz 2 war noch alles offen. Insbesondere Trinklein Werkzeugbau GmbH, GIW und Labermeyer & Hamberger sollten bei diesem Rennen wohl alles geben, um das Maximum herausholen zu können.

TRAINING

Für diese Saison schon nicht mehr allzu überraschend war, dass trotz späten Novembers und maritimen Klimas hochsommerliche Temperaturen die Fahrer erwarteten. Im Training herrschten ganze 36 °C Luft- und 47 °C Streckentemperatur. Nun gut, eine Diskussion über Klimaerwärmung ist hier aber wohl fehl am Platz. Auf dem Zeitentableau gab es ebenfalls keine Überraschung. Sascha Glatter fuhr zwar erst kurz vor Trainingsende einen Qualifikationstestrun, konnte mit dieser Runde aber dennoch wie gewohnt die Führung übernehmen. Der Abstand zum zweitplatzierten Mirko Wenzel hielt sich mit drei Zehnteln allerdings noch in Grenzen. Auf Platz 3 setzte sich Glatters Teamkollege Sören Schuster, der damit die Performance von Fritzmeier unterstrich.

QUALIFIKATION

In der Qualifikation waren die Temperaturen um etwa 10 °C gesunken, was aber dennoch eher untypisch für diese Jahreszeit ist. Als erster Pilot ging Michael Cäsar von Trinklein Werkzeugbau GmbH auf die Strecke. Eine solide Runde brachte ihm eine 1.36.127, was durchaus für eine vordere Startposition reichen sollte. Hinter ihn setzten sich zunächst Michael Bräutigam (GIW) und Cäsars Teamkollege Markus Lang. Eine starke Runde zeigte dann aber auch Sören Schuster, die Sektoren 1 und 2 zeigten ihn auf Pole-Kurs, im letzten Sektor verlor er dann aber doch und er konnte lediglich Lang von Platz 3 verdrängen. Nun aber Sascha Glatter, der sich diesmal für ein spätes Herausfahren entschieden hatte. Er blieb seinem Namen treu. Eine glatte, saubere Runde ließ die Uhr bei 1.35.525 stehen bleiben, womit er schließlich mit ganzen vier Zehnteln Vorsprung einmal mehr die Pole-Position holte. Auf Platz 2 konnte sich zum Schluss noch Mirko Wenzel von Labermeyer & Hamberger schieben, und auch dessen Teamkollege Matthias Enke konnte noch eine ordentliche Zeit fahren, die ihm Platz 4 bescherte – durchaus eine gute Ausgangsposition für das Team, welches - derzeit noch auf Platz 4 der Teamwertung – durchaus Ambitionen auf einen Podestplatz hegt.

 
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